Güterverkehr: Euro treibt Exporte nach USA

31. März 2015
Die Exporte in die USA haben um 6,1 Prozent deutlich zugenommen. Den Grund hierfür und die Im- und Exporte insgesamt hat das Institut für angewandte Logistik (IAL) der Hochschule Würzburg untersucht. In den beiden Studien Import- und Export-Seismograph 2014 hat das Institut eigenen Angaben zu Folge die Daten des Statistischen Bundesamtes analysiert. Demnach nahmen Ein- und Ausfuhren in ähnlichem Verhältnis zu. So stiegen die Exporte um 2,8 Prozent über den Vorjahreswert, die Importe um 2,9 Prozent. So wurden 395 Millionen Tonnen Güter im Wert von 1,13 Milliarden Euro exportiert, 643 Millionen Tonnen für 922 Milliarden Euro importiert. Mit einem Plus von 6,1 Prozent liegen die USA über dem Durchschnitt. „Die Vereinigten Staaten sind damit der stärkste Markt für deutsche Firmen außerhalb Europas und haben den bisherigen Spitzenreiter China abgelöst, der allerdings auf hohem Niveau stagniert“, sagt Seismograph-Projektleiter Prof. Christian Kille vom IAL. Hier zeige sich deutlich die Wertsteigerung des Dollar gegenüber dem Euro. Diese habe gerade im Vergleich der Jahre 2013 und 2014 deutsche Produkte in den USA deutlich verbilligt. „Es ist sicher nicht verkehrt, wenn man diese Entwicklung auch bei der kontroversen Diskussion um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP nicht aus dem Blick verliert.“
Dreh- und Angelpunkt des internationalen Warenaustauschs seien nach wie vor die deutschen Seehäfen Hamburg und Bremen/Bremerhaven und zu einem Drittel die niederländischen und belgischen ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen). Laut IAL ist das größte Export-Bundesland wie schon im Vorjahr Nordrhein-Westfalen.
Das IAL erstellt den Import- und Export-Seismographen in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gruppe SCS. Herausgeber ist Hocke und Partner KommunikationZukunft.